Narkose

Die Narkose (Vollnarkose) hat das Ziel das Bewusstsein des Patienten auszuschalten und ihn in einen künstlichen Schlafzustand zu versetzen. Somit können diagnostische oder therapeutische Operationen schmerzfrei durchgeführt werden. Um diesen künstlichen Schlafzustand zu erreichen, werden Narkosemittel in unterschiedlichster Form verabreicht.

Sedierung

Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter Sedierung die Anwendung von Beruhigungsmittel (Sedativum). Bei der Sedierung bleibt der Patient zwar wach, jedoch werden alle äußeren Einflüsse gedämpft wahrgenommen. 
Die Ängste des Patieten werden bei der Sedierung gelöst und somit kann das Unruhegefühl beim Zahnarzt vermindert oder komplett aufgehoben werden. Die Sedierung ist eine gute Alternative zur herkömmlichen Vollnarkose für Angstpatienten.

Was muss vor der Narkose beachtet werden?

Vor jedem Eingriff unter Vollnarkose muss der Patient Nüchtern sein , um ein Zurückfließen oder auch Erbrechen des Mageninhaltes zu verhindern. Auch das Eindringen des Mageninhaltes in die Lunge bei der Narkoseeinleitung wird dadurch verhindert.

In der Regel geht man von einer Nüchternheit von sechs Stunden für feste Nahrung, und von zwei Stunden für flüssige Nahrung aus.

Wann zahlt die Krankenkasse?

Unter den folgenden Vorraussetzungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten:

  • Kinder unter 12 Jahren, die nicht mit dem Zahnarzt zusammenarbeiten und deshalb unter
    örtlicher Betäubung nicht behandelt werden können.
  • Patienten, die wegen mangelnder Kooperation bei geistiger Behinderung oder schweren
    Bewegungsstörungen eine Vollnarkose brauchen.
  • Patienten, die schwere, ärztlich anerkannte Angstreaktionen (psychiatrisches Attest ) zeigen und deshalb nicht unter örtlicher Betäubung behandelt werden können.
  • Patienten, bei denen Beruhigungsmittel oder örtliche Betäubungsmittel wegen einer organischen
    Erkrankung oder Allergie nicht eingesetzt werden dürfen.
  • Patienten, denen ein größerer chirurgischer Eingriff bevorsteht, der nicht unter örtlicher
    Betäubung durchgeführt werden kann.
  • Die Kosten für einen Vollnarkose müssen immer dann selbst getragen werden, wenn die Voraussetzungen der gesetzlichen Krankenkassen nicht erfüllt sind.

Was ist noch bei einer Vollnarkose zu beachten?

Es muss ein Gespräch mit dem Anästhesisten geführt werden, der für die Vollnarkose zuständig ist. Bei diesem Termin wird abgeklärt welche Vorerkrankungen vorhanden sind und welche Medikamente der Patient einnimmt. Außerdem wird auf die Risiken einer Vollnarkose hingewiesen.

Allgemein ist eine Vollnarkose beim Zahnarzt eine schmerzfreie und angenehme Behandlung. Auch nach der Behandlung werden dem Patienten Schmerzmittel verabreicht, damit er ohne Schmerzen aus der Narkose erwacht.